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Baby-Tipps Übersicht

Die häufigsten Babykrankheiten

Was tun bei Erkältung, Fieber oder Infektion Mundschleimhaut?

Bild weinendes Baby mit Fieberthermomenter Babykrankheiten sind leider keine Seltenheit, da Babys überall mit Bakterien in Berührung kommen. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Ein Baby nimmt jeden Tag nicht nur Hunderte optische und akustische Reize auf, sondern natürlich auch Bakterien. Einige davon sind weitgehend ungefährlich, andere stellen das Abwehrsystem Ihres Kindes jedoch auf eine harte Probe. In Bezug auf den Umgang mit erkrankten Babys ist es deshalb wichtig, eine vernünftige Balance zu finden, denn nicht jedes Husten weist auf eine Erkältung hin.

Jedoch sollten bestimmte Symptome nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Die gute Nachricht: Während der Schwangerschaft nimmt Ihr Baby über die Nabelschnur spezielle Antikörper auf, die es in den ersten sechs bis neun Monaten vor vielen Krankheiten schützt. Dieser Schutz übernimmt die Aufgaben des noch nicht vorhandenen Immunsystems und wird als Nestschutz bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wenn das Baby mal krank ist
  2. Fieberkrankheiten
  3. Infektion der Mundschleimhaut
  4. Verklebte und entzündete Augen
  5. Ohrenschmerzen
  6. Babyakne
  7. Scharlach
  8. Reflux
  9. Magen- und Darmprobleme
  10. Gelbsucht
  11. Zahnschmerzen

Wenn das Baby mal krank ist

Natürlich kann der Nestschutz nicht komplett verhindern, dass Ihr Baby von einer Krankheit erwischt wird. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind krank ist, gilt folgender Grundsatz: Ein Besuch beim Arzt ist dann nötig, wenn sich Ihr Kind ungewöhnlich oder komisch verhält. Dies äußert sich meist durch gehäufte Schreianfälle oder auch die Verweigerung der Nahrungsaufnahme.

Eine der häufigsten Krankheiten bei Babys ist die klassische Erkältung. In solch einem Falle sind vor allen Dingen Ruhe und Wärme angesagt. Nasentropfen sollten Sie Ihrem Kind nur geben, wenn der Arzt dies ausdrücklich erlaubt, da die Tropfen die Schleimhäute stark angreifen. Schonender ist es dagegen, die Brust des Babys mit einer Erkältungssalbe einzureiben.

Die häufigsten Babykrankheiten im Überblick

Die verschiedenen Fieberkrankheiten

Bei Babys kann es auch häufig zu verschiedenen Fieberkrankheiten kommen.

  • Klassisches Fieber. Bei "normalem" Fieber ist es angebracht, Ihr Kind möglichst in leichte Baumwollkleidungsstücke einzukleiden und ihm viel zu trinken zu geben, damit die Körpertemperatur schnell wieder sinkt.
     
  • Dreitagefieber. Das Dreitagefieber ist eine Krankheit, die besonders häufig bei Kindern zwischen sechs Monaten und drei Jahren auftritt. Die Körpertemperatur steigt stark auf oft bis zu vierzig Grad an, das Kind reagiert mit Erbrechen oder Durchfall. Sofern Fieberkrämpfe auftreten, sollten Sie mit Ihrem Kind sofort zum Arzt gehen. Ist die Krankheit vorüber, zeigt sich dies durch einen speziellen Ausschlag am Körper des Kindes.
     
  • Nesselfieber. Beim Nesselfieber ist die Babyhaut von stark juckenden Quaddeln gekennzeichnet. Hier helfen vor allen Dingen regelmäßiges Abwaschen und Kamillenumschläge, damit das Kind den Juckreiz möglichst schnell los wird.

Was tun bei einer Infektion der Mundschleimhaut?

Bild Mutter stillt Baby Da Soor ansteckend ist, muss die Brust nach dem Stillen mit einem Antimykotikum eingerieben werden.

Eine Infektion der Mundschleimhaut (Soor) tritt bei Babys ebenfalls recht häufig auf. Durch Hefepilze entsteht im Mund und auf der Zunge des Babys ein weißer Belag, der beim Trinken Probleme bereitet. Der Arzt verschreibt hierbei in der Regel ein Antimykotikum. Alternativ können Sie die Mundschleimhaut Ihres Kindes mit einer Myrrhe-Tinktur aus der Apotheke einreiben.

Wichtig: Soor ist ansteckend. Sofern Ihr Baby unter Soor leidet, sollten Sie also vor und nach dem Stillen Ihre Brust mit dem Antimykotikum einstreichen. Noch ein genereller Tipp: Das Abwehrsystem Ihres Kindes kann durch gesunde Klimawechsel gestärkt werden. Ziehen Sie es im Winter warm an, um gemeinsam einen Spaziergang zu unternehmen. Dies ist das beste Training fürs Immunsystem. Wie Sie Ihre Kind im Winter richtig einkleiden, erfahren Sie in unserem Ratgeber.

Verklebte und entzündete Augen

Babys können besonders in den ersten Monaten unter tränenden und entzündeten Augen leiden. Schuld daran kann eine Verengung oder Verschleimung des Tränenkanals sein, von dem etwa ein Drittel aller Neugeborenen betroffen ist. Im Normalfall wird die Tränenflüssigkeit in die Tränenkanäle und dann weiter in den Tränensack geleitet. Dieser geht in den Tränennasengang über. An dessen Eingang befindet sich die sogenannte Hasner-Klappe, eine Schleimhautfalte, die sich im Idealfall nach der Geburt öffnet. Dieses kann sich jedoch bis in den 5. Lebensmonat hinziehen.

Wenn Ihr Baby öfter an tränenden, entzündeten oder verklebten Augen leidet, so sollten Sie den Kinderarzt aufsuchen, um eine Infektion auszuschließen. Dieser wird bei Bedarf antibiotische Augentropfen verschreiben. Als Sofortmaßnahme können Sie die Augen einzeln auswischen. Für jedes Auge sollten Sie ein anderes feuchtes Tuch benutzen, um eventuelle Keime nicht zu verteilen. Das Auswischen sollte immer von außen zur Nase hin erfolgen. Alte Hausmittel wie Kamillentee können dem Kind schaden. Lauwarmes abgekochtes Wasser genügt.

Lästige Ohrenschmerzen

Ohrenschmerzen können recht unangenehm werden. Wenn Ihr Baby sich ungern hinlegen lässt, viel schreit und sich immer wieder ans Ohr fasst oder dieses knetet, so kann es sich um eine schmerzhafte Ohrenentzündung handeln. Besonders bei Mittelohrentzündungen kommt es auch zu einem Ausfluss. Ohrenentzündungen werden meist durch Infekte des Nasen-Rachen-Raums ausgelöst. Als Sofortmaßnahme können spezielle Schmerzmittel für Babys genau nach Anweisung gegeben werden. Da Beschwerden meist nachts auftreten, sollten junge Eltern ein entsprechendes Schmerzmittel immer vorrätig haben. Halten die Schmerzen über mehrere Stunden an, muss auf jeden Fall der Kinderarzt aufgesucht werden. Dieser kann die Ursache lokalisieren und die Symptome behandeln.

Babyakne: Die Neugeborenen-Akne und die Säuglings-Akne

Bild kleinen roten Pickeln Normalerweise heilt die Neugeborenen-Akne vollständig bis zum 3. Lebensjahr.

Die typische Anzeichen der Neugeborenenakne sind kleine weiße Pickelchen, die sich von den Wangen bis zu den Schultern ausbreiten können und unter Umständen rötlich oder eitrig werden können. Fieber oder Juckreiz treten dabei nicht auf. Die Bildung kann bereits vor der Geburt erfolgen, meist tritt sie aber in den ersten Wochen auf. Die Neugeborenen-Akne sieht zwar nicht schön aus, muss aber nicht ärztlich behandelt werden. In der Regel heilt die Neugeborenen-Akne vollständig bis zum 3. Lebensmonat ab.

Ist dies nicht der Fall oder werden die Symptome schlimmer, so kann es sich um eine Säuglings-Akne handeln. Diese tritt meist zwischen dem dritten und sechsten Lebensmonat auf und bleibt hartnäckiger bestehen. Da es hier zu juckenden Pusteln kommen kann, kann eine Behandlung beim Arzt notwendig werden.

Scharlach

Die typischen Symptome für Scharlach sind die Himbeerzunge, Fieber sowie Halsschmerzen und ein juckender Hautausschlag. Das Baby bekommt einen vermehrten Speichelfluss (Sabbern), da die Kinder Schluckbeschwerden haben. Die Babys schlafen schlecht und quengeln. Schnell steigt das Fieber, Schüttelfrost und Husten können ebenfalls auftreten. Als äußere Anzeichen fällt die sogenannte Himbeerzunge auf (weißer Belag, später himbeerrote Verfärbung) sowie ein stark geröteter Rachen- und Mandelraum.

Innerhalb von meist 2 Tagen tritt ein juckender Ausschlag auf, besonders im Bereich der Achseln und in der Leistengegend. Die Pickelchen sind stecknadelkopfgroß und tiefrot. Auch die Fußsohlen können betroffen sein von einem Hautausschlag. Das Baby muss bei diesem Befund ärztlich behandelt werden, da die verursachenden Bakterien behandelt werden müssen. Als Sofortmaßnahme können hier nur fiebersenkende Mittel gegeben werden.

Reflux

Unter Reflux versteht man den Rückfluss von Milch oder Magensaft in die Speiseröhre. Im Säuglingsalter können alle Babys hin und wieder einmal bei hastigem Trinken unter Reflux leiden. Als krankhaft wird Reflux erst angesehen, wenn dieser häufig und stark auftritt und es zu weiteren Symptomen kommt. Wenn Ihr Kind nach dem Trinken mehr als 5x täglich erbricht oder stark hustet sowie auch nach dem Trinken weint, sollte der Kinderarzt aufgesucht werden.

Oftmals liegt der Reflux nur an hastigem Trinken, einer zu großen Öffnung des Nuckels beziehungsweise einer starken Milchproduktion in der Brust der Mutter. In einfachen Fällen hilft schon ein aufrechtes Sitzen des Kindes beim Trinken, ein erhöhtes Kopfende des Bettes oder das leichte Andicken der Nahrung. Hilf dies nichts, kann der Kinderarzt Säure bindende Medikamente verschreiben. Eine Eigengabe von Medikamenten ohne ärztliche Anordnung darf nicht erfolgen.

Magen- und Darmprobleme

Bild Baby mit Flasche Bei Margen- und Darmproblemen kann das Trinken von Wasser und Tee kurzeitig lindern.

Wenn Babys unter Bauchschmerzen leiden, kann das viele Ursachen haben. Infekte, Blinddarmentzündungen oder Dreimonatskoliken sind nur einige davon. Daher sollte bei dauerhaften Beschwerden unbedingt der Kinderarzt aufgesucht werden. Rund 15 bis 20% der Babys leidet unter einer sogenannten Dreimonatskolik. Begleitet wird diese durch exzessive Schreiattacken, die mindestens 3 Stunden pro Tag anhalten, wöchentlich an mindestens 3 Tagen auftritt und insgesamt rund 3 Monate anhält. Bei einer Dreimonatskolik handelt es sich nicht um eine Krankheit, sollte jedoch dennoch vom Kinderarzt begutachtet werden.

Bei ständigem Durchfall und wiederholtem Erbrechen können dem Kind als Sofortmaßnahme Wasser oder Tee zum Trinken gegeben werden, denn Milch würde die Symptome verstärken. Da Babys schnell dehydrieren und wertvolle Mineralien und Spurenelemente bei Durchfall verlieren, sollte mit dem Besuch beim Arzt nicht zu lange gewartet werden.

Gelbsucht bei Babys

Bei einer Neugeborenengelbsucht handelt es sich um eine vermehrte Ansammlung des gelben Gallenfarbstoff Bilirubin im Blut. Dieses Phänomen tritt bei etwa 3 von 5 Neugeborenen auf. Die Folge ist eine deutliche Gelbfärbung der Haut und Schleimhäute. In vielen Fällen ist diese Art von Gelbsucht bei den Säuglingen ganz normal und bedarf keiner Behandlung, sofern die Symptome nach spätestens 2 Wochen wieder abklingen. In diesem Fall baut sich der rote Blutfarbstoff, der während der Schwangerschaft für das Kind wichtig ist, wird nach der Geburt ab und wird durch einen anderen Blutfarbstoff ausgewechselt, den der Säugling nun benötigt.

Zwischen dem 3. und 5. Tag erreicht der Gallenfarbstoff Bilirubin seinen Höhepunkt im Organismus des Säuglings. Steigen die Werte jedoch zu hoch an und klingt die Gelbfärbung nicht ab, so kann es zu gesundheitlichen Schäden bis hin zur Schädigung bestimmter Gehirnbereiche kommen. Eine schwere Neugeborenengelbsucht muss daher dem Kinderarzt vorgestellt und behandelt werden. Dieser kann die Ursache (eventuell auch eine Leberentzündung) ermitteln und gegebenenfalls wirksame Maßnahmen zur Heilung ergreifen.

Zahnschmerzen

Bild Baby mit Beißring Ein Beißring lindert die Zahnschmerzen.

Schon rund in der 9. Schwangerschaftswoche werden alle 20 Milchzähne im Fötus gebildet, die jedoch anfangs noch ganz weich und sicher im Zahnfleisch eingebettet sind. Sichtbar wird der erste Zahn etwa im Alter von 5 bis 7 Monaten des Kindes. In seltenen Einzelfällen sind jedoch auch schon bei der Geburt erste Zähnchen zu sehen oder lassen sich 1 Jahr Zeit. Vermehrter Speichelfluss, Schmerzen und das Bedürfnis zum Kauen kündigen den Durchbruch des 1. Zahnes an. Mit rund 2 Jahren sollte das Milchgebiss dann komplett ausgeprägt sein.

Zur Linderung von Zahnschmerzen können sogenannte Zahngels aus der Apotheke Linderung verschaffen. Diese werden einfach auf die betroffene Stelle aufgetragen und betäuben die schmerzende Stelle etwas. Da zahnende Babys einen vermehrten Kaubedarf besitzen, sind auch Beißringe eine gute Möglichkeit zur Linderung der Schmerzen. Werden diese vorab im Kühlschrank herunter temperiert, so wird die Wirkung noch verstärkt.

Fazit

Wenn Säuglinge ständig unruhig sind und schreien, so ist das auch für die Eltern sehr anstrengend. Oftmals wissen sie nicht, was ihrem Kind fehlt, da dieses ja noch nicht sprechen, sondern sich nur mittels Weinen äußern kann. Kleine Kinder bekommen oft einmal Fieber, ohne dass es gleich gesundheitlich gefährlich werden kann. Nicht immer ist das Baby also ernsthaft krank, wenn es weint oder fiebert.

Wichtig ist für die Eltern, immer die Ruhe zu bewahren, denn eine hektische Mutter wirkt sich auch negativ auf das Verhalten des Kindes aus. Bei länger anhaltender Unruhe, Schmerzen oder Fieber sollte jedoch immer ein Kinderarzt aufgesucht werden, um ernsthafte Ursachen und eventuelle Folgeschäden zu vermeiden.

 

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