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Karneval in Düsseldorf

Den Karneval in Düsseldorf erleben

Karneval in Düsseldorf Düsseldorf gehört zu den Karneval-Hochburgen.

Neben Köln und Mainz ist das rheinische Düsseldorf eine der Hochburgen des Karnevals. In Düsseldorf finden in jeder karnevalistischen Session mehr als 300 Sitzungen, Kostümbälle, Empfänge und Biwaks statt, bevor sich die Narren von Altweiberfastnacht bis zum Aschermittwoch in den Straßenkarneval stürzen. Am Martinstag, dem 11. 11., beginnt die närrische Zeit in Düsseldorf, wenn auf dem Rathausmarkt die neue Session pünktlich ab 11.11 Uhr eröffnet wird. Die kleineren Karnevalsfeiern finden ab dann bis Anfang Januar statt. Die Hauptsaison startet jedes Jahr aufs Neue am 6. Januar, dem Dreikönigstag: Jetzt wird das Prinzenpaar vorgestellt, überall finden die großen Kostümbälle und die Karnevalssitzungen mit ihren Büttenreden statt.

Der Straßenkarneval in Düsseldorf

Pünktlich am 11. 11. um 11.11 Uhr findet vor dem Düsseldorfer Rathaus der karnevalistische Auftakt statt: Jetzt erwacht der Hoppeditz. Diese Symbolfigur ist ein Schelm, am besten lässt sich das Wort mit "hüpfender Knirps" übersetzen. Er wird von den Narren aufgeweckt und macht sich mit seiner "Narrenschelte" über Politiker und andere wichtige Menschen lustig.

Die Altweiberfastnacht

Am Donnerstag beginnt die eigentliche Saison des Straßenkarnevals in Düsseldorf mit der Altweiberfastnacht. Pünktlich 11.11 Uhr stürmen die närrischen Weiber, die "Möhnen" das Düsseldorfer Rathaus und gehen anschließend sowohl im Rathaus als auch in der Stadt auf die Jagd nach Trophäen: Jeder Mann, der sich mit einer Krawatte um den Hals sehen lässt, bekommt diese abgeschnitten. Zur Belohnung gibt es ein Küsschen.

Der Karnevalssamstag: Tunte lauf! und Kinderkarnevalszug

An diesem Tag kannst Du das wohl schrägste Spektakel des Düsseldorfer Karnevals erleben: Den Tuntenlauf, der jetzt Tunte lauf! heißt. Hier versuchen Männer in hochhackigen Pumps und schrillen Frauenkleidern ein möglichst gutes Bild abzugeben. Wenn Du selbst mitmachen möchtest, kannst Du Dich noch bis kurz vor Beginn der Veranstaltungen anmelden. Falls Du allerdings zusehen möchtest, solltest Du Dich bereits sehr rechtzeitig um Karten kümmern, diese sind schnell ausverkauft. Seit inzwischen zehn Jahren gibt es am Karnevalssamstag auch den Kinderkarnevalszug, bei dem sich jedes Kind und jeder Jugendliche beteiligen darf. Die kleinen und großen Jecken marschieren gemeinsam in einem bunten Zug durch die Innenstadt.

Der Karnevalssonntag: Treiben auf der Kö

Den ganzen Sonntag lang kannst Du auf der Königsallee und in der gesamten Altstadt in Düsseldorf beim Straßenkarneval feiern. Die Düsseldorfer Närrinnen und Narren ziehen dabei ihren Proviant auf einem Bollerwagen hinter sich her und feiern bis in den Morgen hinein. An diesem Tag findet in den jeweiligen Stadtteilen der Veedelszoch statt, wie das Tonnenrennen in Niederkassel oder der Gerresheimer Veedelszoch. Auch in Itter, Reisholz, Benrath oder Mörsenbroich ziehen die Narren durch die Straßen und feiern ausgiebig.

Der Rosenmontag mit dem Rosenmontagszug

Der Düsseldorfer Rosenmontagszug ist einer der größten Fastnachtsumzüge in Deutschland und wird bundesweit im Fernsehen übertragen: So kannst Du ihn auch dann bewundern, wenn Du nicht in Düsseldorf bist. Zwar fiel der Festzug im vergangenen Jahr wegen einer Sturmwarnung aus, wurde jedoch im März nachgeholt. Ungefähr eine Million Menschen stehen dabei am Wegesrand und jubeln dem riesigen Zug mit seinen Fußgruppen und den geschmückten Karnevalswagen zu.

Aschermittwoch: Beerdigung des Hoppeditz

Kaum erweckt, wird der freche Schelm schon wieder beerdigt. Dabei fließen viele Krokodilstränen: Schließlich hat mit diesem Tag die närrische Zeit ein Ende.

Der Karneval in Düsseldorf mit langer Tradition

Bild Düsseldorf Am 11.11 um 11 : 11 Uhr geht der Karneval in der Karnevalshochburg Düsseldorf los

So alt wie Düsseldorf ist auch das Fest, bei dem das Ende des Winters bei den Römern mit den Saturnalien gefeiert wurde. Der erste schriftliche Nachweis des Düsseldorfer Karnevals stammt aus dem Jahr 1360: Hier feierte der Adel im Schloss. Wie verankert der Karneval im Mittelalter bereits war, zeigt der Zuschuss, den die Kranken im Siechenhaus zum "vastelavent" bekamen. Die Reichen und Adligen feierten rauschende Maskenbälle wie in Venedig, die anderen vergnügten sich auf den Düsseldorfer Straßen so ausgiebig, dass die Obrigkeit den Karneval zwar nicht verbot, doch eindämmen wollte: 1806 wurde eine Ordnung erlassen, nach der die Narren vor dem Karneval eine "Polizeikarte" erwerben mussten, falls sie sich maskiert oder verkleidet in der Öffentlichkeit zeigen wollten. Als Düsseldorf von den Franzosen besetzt war, wurde der Karneval in Sälen gefeiert, weniger auf der Straße. Als die Preußen kamen, führten sie auch hier eine Ordnung ein. Das "Carnevals-Comité" wurde 1823 gegründet, aus dem sich später das Comitee Düsseldorfer Carneval entwickelte. Der älteste Düsseldorfer Karnevalsverein ist der Carnevalsverein pro 1829, der aus politischen Gründen sogar immer mal verboten wurde.

Beeinträchtigung der Moralität durch den Karneval

Seit das Rheinland von den Preußen regiert wurde, sahen diese mit Argwohn auf die närrischen Ausgelassenheiten. Für die staatlichen Beamten war dies nur ein Vorwand der Menschen, leichtsinnig ihr Geld auszugeben und sich ausgelassenen Trinkgelagen hinzugeben. Sie sahen die Moralität gefährdet und so verbot der preußische König am 31. Januar 1834 sämtliche "Carnevals-Lustbarkeiten". Eine Ausnahme wurde nur für die Städte am Rhein gemacht, die bereits auf eine lange Tradition der karnevalistischen Veranstaltungen zurückblicken konnten. Düsseldorf bekam die Erlaubnis, und so wurde der Karnevalszug im gleichen Jahr offiziell bewilligt und durchgeführt.

Die Höhepunkte des organisierten Karnevals in Düsseldorf

Jedes Jahr beginnt auch in Düsseldorf die närrische Zeit am 11. November: Hier erwacht 11.11 Uhr der Hoppeditz und steigt aus dem Senftopf. Er hält seine Narrenschelte, eine bissige Rede, die der jeweilige Oberbürgermeister mehr oder weniger gelungen kontert. Die vielen Düsseldorfer Karnevalsvereine veranstalten ihre Sitzungen und Kostümbälle, es treten die Tanzgarden und Büttenredner auf. Das Düsseldorfer Prinzenpaar reist von Sitzung zu Sitzung, so dass der Auftritt des festlich gekleideten Paares ein Höhepunkt dieser Veranstaltungen ist. Am Rosenmontag rollen mehr als 60 Karnevalswagen durch die Stadt, begleitet von vielen Fußgruppen. Das ist der Höhepunkt des organisierten Karnevals, um das sich das Comitee Düsseldorfer Carneval mit sämtlichen Vereinen kümmert. Es kommt immer wieder vor, dass der Rosenmontag wegen Sturm und anderen Unwetterwarnungen verschoben werden muss: Dann findet er später statt, damit die Arbeit der Helfer beim Wagenbau nicht umsonst war. Wenn Du an einer Sitzung oder einem Kostümball teilnehmen willst, solltest Du Dich rechtzeitig darum kümmern, dass Du noch eine Karte erhältst. Viele Sitzungen sind so beliebt, dass die Karten relativ schnell ausverkauft sind.

Die Höhepunkte des unorganisierten Karnevals in Düsseldorf

Bild Karneval Ohne Kostüm macht der Karneval in Düsseldorf nur halb so viel Spaß

Neben dem organisierten Karneval gibt es den unorganisierten Karneval in Düsseldorf, zu dem vor allen Dingen die Weiberfastnacht und der Karnevalssonntag zählen. Hier ziehen unglaublich vielen Narren kostümiert durch die Innenstadt und die Stadtteile und haben ihren Proviant in originell geschmückten Handwagen verstaut. Wenn Du hier mitfeiern möchtest, solltest Du Dich kostümieren: Ohne Kostüm ist der ganze Spaß nur halb so groß. Selbstverständlich kannst Du Deinen eigenen Handwagen mitbringen, mit Essen und Getränken bestücken und so mit Freundinnen und Freunden durch die Stadt ziehen. 1995 wurde auf der Kö der erste Tuntenlauf veranstaltet. Das war ein Spendenlauf in Zusammenarbeit von der Düsseldorfer Aidshilfe mit dem Comitee Düsseldorfer Carneval. Die Besucher waren begeistert, so dass dieser Lauf jedes Jahr aufs Neue stattfand. Allerdings musste der Tuntenlauf 2010 eingestellt werden: Da jedes Jahr so viele Besucher kamen, waren die Sicherheitsauflagen für die Veranstalter nicht mehr bezahlbar und findet jetzt unter dem Namen "Tunte lauf" an festen Orten und nicht mehr auf der Straße statt. Seit ungefähr zehn Jahren ziehen am Karnevalssamstag die Kinder und Jugendlichen aus den Kindertagesstätten, den Schulen und Vereinen durch die Düsseldorfer Innenstadt. Hier ziehen weder große Wagen noch Pferde im Zug mit, damit die Kinder am Straßenrand unbeschwert zugucken können. Besonders bei Familien ist dieser Zug beliebt, geht es doch hier wesentlich entspannter zu, als einen Tag später am Rosenmontag. Am Sonntag feiern auch in Düsseldorf einige Stadtteile ihren Karneval mit einem so genannten Veedelszoch, so in Gerresheim, Itter, Reisholz, Benrath, Mörsenbroich, Eller, Lohausen, Wittlaer und Angermund. Traditionell findet an diesem Tag das Tonnenrennen in Niederkassel statt - und das schon seit 1887. Wenn die Möhnen (die alten Weiber) in Düsseldorf am Aschermittwoch klagen, wird im Garten des Stadtmuseums Düsseldorf der Hoppeditz eingeäschert und begraben - bis zur Auferstehung am 11. 11..

Unterkünfte in Düsseldorf

Wenn Du in Düsseldorf den rheinischen Frohsinn des dortigen Karnevals erleben möchtest, solltest Du Dich rechtzeitig um eine Unterkunft bemühen: Rund um die Düsseldorfer Innenstadt gibt es eine ganze Reihe an Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen, von denen aus Du viele der Veranstaltungen zu Fuß erleben kannst. In der Düsseldorfer Altstadt tobt in dieser Zeit das Nachtleben. Die über 250 Kneipen, Restaurants, Bars, Clubs und Brauereien, die sich rund um die Bolker Straße in Düsseldorf befinden, werden als längste Theke der Welt bezeichnet. In ruhigeren Zeiten führt Dich der Brauereiweg durch die Düsseldorfer Altstadt und Du kannst dort eine Menge über die Geschichte des für Düsseldorf typischen Altbieres erfahren. Du kannst Düsseldorf aber auch von einer ganz anderen Seite erleben, wenn Du nicht zur Karnevalssession, sondern im Mai zum Japanfest in die rheinische Metropole kommst. In und um Düsseldorf wohnen so viele Japaner, dass sie die größte japanische Gemeinde bilden, die es außerhalb von Japan gibt. Das Japanfest ist ein Fest der Begegnung zweier Kulturen, Du kannst japanische Spezialitäten kosten, es finden zahlreiche Veranstaltungen und andere Feste statt, die in Japan ihren Ursprung haben. Das Japanfest in Düsseldorf endet mit einem riesigen Feuerwerk, das nicht nur die Festbesucher, sondern zahlreiche Menschen aus der gesamten Region nach Düsseldorf lockt: Es ist sicherlich eines der spektakulärsten Feuerwerke, das Du in Deutschland bewundern kannst.

 

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